Weil jeder Blog
Top 10s braucht.
von Henni
2013
ist vorbei. Also ist es an der Zeit das Jahr Revue passieren zu lassen und zu
gucken welche Filme die besten und welche die schlechtesten waren.
Bevor
wir aber mit meinen Top 10 Lieblingsfilmen des Jahres anfangen, gibt es noch
ein, zwei Dinge anzumerken.
1.
Auf dieser Liste sind nur Filme, die ich auch tatsächlich gesehen habe. Ich
würde zwar gerne jedes Jahr alle neuen Filme gucken, aber das ist leider aus
Zeit- und Geldgründen nicht möglich. Das heißt, falls ein Film hier nicht
vertreten ist, kann es gut sein, dass ich ihn noch nicht gesehen habe.
2.
Diese Liste ist eine Meinung. Nicht mehr und nicht weniger.
Los geht's!
Los geht's!
10. This Is The End
Wir
leben in einer Zeit wo Studios den Markt mit Remakes und Sequels überschwemmen,
in der Hoffnung auch noch das kleinste bisschen Geld aus den geringsten
Erfolgen zu pressen. In so einer Zeit ist es eine Seltenheit ein gute Komödie
zu finden, ganz besonders eine so eigenwillige wie This Is The End.
Seth
Rogen hat uns nämlich die erste christliche Celebrity Kifferkomödie geschenkt und
diese Mischung funktioniert besser als man denkt. Bis auf wenige Aussetzer ist
der Humor treffsicher und der Film unterhaltsam, aber was ihn wirklich gut
macht ist die überraschende Menge Herz und Ernst. Und so fiebert man tatsächlich mit Seth Rogen, Jay
Baruchel, James Franco und Co. bei ihrem apokalyptischen Überlebenskampf mit.
9. Iron Man
Three
Dieser
Film hat seltsame Kritiken von Comicfans gekriegt und ich verstehe beim besten
Willen nicht warum. Iron Man Three
ist ein intelligenter, spaßiger Superheldenfilm mit wirklich guten
Überraschungen und einem fantastischen Cast.
Außerdem
zeigt Marvel hier, dass sie ihren Kreativen genug Freiraum einräumen, dass sie
ihren Filmen einen eigenen Stempel aufdrücken können. Und das zahlt sich aus,
denn Regiesseur Shane Black liefert das bestmögliche Ergebnis ab. Iron Man Three ist nicht nur der beste Iron Man Film, sondern auch der beste
Nicht-Avengers Marvel Film.
8. Gravity
Afonso
Cuarón macht den Weltraum gleichzeitig zu einem furchteinflößenden und
wunderschönen Ort. Dabei fängt er wie kein anderer Regiesseur das Gefühl der
Stille Isolation und Schwerelosigkeit ein. Das Ergbenis ist einer der visuell
beeindruckendsten Filme des Jahres und eventuell aller Zeiten.
Aber
auch der Rest des Filmes muss sich nicht verstecken. Sandra Bullock liefert
eine der besten Performances ihrer Karriere ab und die Geschichte pumpt das
Publikum so mit Andrenalin voll, dass sie auch nach Ende des Films tagelang
angespannt sein werden.
7. Much Ado
About Nothing
Joss
Whedon ist zu gut um wahr zu sein. Nicht nur, dass er vier der besten Serien
aller Zeiten kreiert hat, nicht nur, dass er einen der besten Superheldenfilme
aller Zeiten geschaffen hat, nicht nur, dass er einen der besten Horrorfilme
aller Zeiten geschaffen hat. Nein, jetzt macht er auch noch einen Low Budget
Shakespeare Film mit seinen Freunden in seinem Garten.
Und
Much Ado About Nothing ist auch noch
phänomenal gut. Whedon schafft es die Komödie für eine neue Generation witzig
zu machen ohne zu sehr zu modernisieren oder den Kern des Stücks aus den Augen
zu verlieren.
Und,
mein Gott, scheint jeder in dem Film Spaß zu haben! Das ist eigentlich das
schönste an der ganzen Sache: Dass Much
Ado About Nothing ein Film ist, der einfach Spaß macht, weil die Begeisterung
aller Beteiligten in jeder Sekunde mitschwingt.
6. Blue Is The
Warmest Color
Was
klingt besser als ein dreistündiger französischer Liebesfilm? Blue Is The Warmest Color ist trotz
aller Kontroversen, die den Film umgeben, vor allem eins: sehr, sehr gut. Adèle
Exarchopoulos und Léa Seydoux geben zwei der besten Performances des Jahres ab,
auch mit Kleidung an.
Der
Film selber ist ein intimes Porträt einer zum Scheitern verurteilten Beziehung,
der es schafft Liebe, Sex und Schmerz fernab von Hollywood Melodrama zu
betrachten. Dabei vergehen die 3 Stunden auch sehr viel schneller als man
denkt.
5. Spring
Breakers
Subversiv
ist mein Lieblingswort des Jahres. Spring
Breakers wirkt nach außen wie ein feuchtfröhlicher Party-Film mit Disney
Prinzessinnen in den Hauptrollen, der aber bereits ab der ersten Sekunde
klarmacht wie leer die heutige Jugendkultur doch oftmals ist.
Dabei
driftet der Film aber nie zu sehr ins Moralisieren ab, sondern führt seinem
Publikum kommentarlos vor, dass hinter hemmungslosen Exzessen nicht etwa Genus
oder gar Spiritualität, sondern Leere, Orientierungslosigkeit und Einsamkeit
stehen. Subversiv halt.
4. Pacific Rim
Riesenroboter
gegen Riesenmonster! Mehr muss man über diesen Film nicht wissen. Trotzdem
hatte es Pacific Rim hierzulande
schwer ein Publikum zu finden. Vielleicht wurde er zu sehr mit Transformers verwechselt, vielleicht
waren sich viele Leute zu „erwachsen“ diesen Film zu schauen und vielleicht
sind Zuschauer zu zynisch geworden um einfache Abenteuerfilme zu genießen.
Was
auch immer der Grund war, wer den Film nicht auf der großen Leinwand gesehen
hat ist selber Schuld, denn Pacific Rim
ist der erste gute Blockbuster seit Jahren, der weder Remake, noch Sequel, noch
Adaption ist.
Und
er ist großartig. Guillermo del Toro schafft es wie kein anderer wirklich Größe
in einem Monsterfilm darzustellen und schafft nebenbei noch eines der
interessantesten Universen, das ein Unterhaltungsfilm in den letzten Jahren
bieten konnte. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass der Film das neue Star Wars ist, aber es ist definitiv ein neues Star Wars.
3. The World’s
End
Unerwartet
ist das passende Wort um den letzten Teil der Cornetoo Three Flavours Trilogie zu beschreiben. Der Film macht
vieles anders, als man es vom Nachfolger von Shaun of the Dead und Hot
Fuzz erwartet hätte. Nicht nur spielt Simon Pegg diesmal den Chaoten und
Nick Frost den Ordentlichen, auch die Thematik ist sehr viel düsterer als
erwartet.
Denn
abgesehen von einer Roboterinvasion geht es in The World’s End um Alkohohlismus, ums Erwachsenwerden und um die
Leere der Party-Kultur. Subversiv (da ist diese Wort wieder) wird dem Publikum
Schritt für Schritt vor Augen geführt wie erbärmlich Simon Pegg’s Gary King
doch tatsächlich ist.
Und
trotz all dieser thematischen Schwere ist The
World’s End immer noch eine der besten und witzigsten Komödien des Jahres.
Vielen Dank, Edgar Wright!
2. Django Unchained
Es ist Tarantino. Was will man
mehr? Der Meisterregiesseur schafft es hier mühelos die verschiedensten
Atmosphären und Töne genau richtig zu jonglieren und zu einem größeren Ganzen
zu vereinen.
Dabei
nimmt er sein Thema Sklaverei ernst wie selten etwas und zeigt es in seiner
ganzen entfalteten Perversion ohne dabei in Exploitation Gewässer abzudriften.
Abgerundet wird das ganze von 3 großartigen Perfomances der Hauptdarsteller
Jamie Foxx, Christoph Waltz und Leonardo Dicaprio.
Oh,
und der Film bietet einen der besten und blutigsten Western Showdowns aller
Zeiten.
1. Frozen
Der
Film ist zwar nur ganz knapp meine Nummer 1 geworden, aber er hat es sich
einfach verdient. Ich hatte absichtlich keine Review Frozen geschrieben, weil ich fand, dass man den Film besser für
sich selber entdeckt. Wer dies also tun will sollte die nächsten Absätze
überspringen. Okay?
Frozen ist der erste
wirklich erwachsene Disney Film, der die fragwürdige Geschichte des Disney
Kanons mit Geschlechterrollen offenlegt und kritisiert. Dabei ist der Film aber
nicht nur bloße Dekonstruktion, sondern schafft es gleichzeitig ein neues,
modernes Märchen um die zwei wahrscheinlich besten Disney Prinzessinnen zu
erzählen.
Als
wäre das noch nicht genug, hat der Film auch noch einen der besten Twists der
letzten Jahre, der nicht nur zum Selbstzweck existiert, sondern die Geschichte
um einiges gehaltvoller macht. Und zu all dem kommen noch ein grandioser
Soundtrack und ein hervorragender Sprechercast. Der Film ist tatsächlich jetzt
schon ein neuer Disney Klassiker.
Das
waren meine Lieblingsfilme des Jahres. Es folgen meine Top 6 der schlechten
Filme des Jahres.
Pacific Rim als neues Star Wars zu bezeichnen, finde ich sehr schwierig. Vor allem, weil man sehr viele Parallelen zu "Neon Genesis Evangelion" sieht, auch wenn die Monster aus einem Meeresgraben kommen und nicht, wie bei Evangelion sogenannte "Engel" sind und meist - soweit ich mich errinnern kann - irgendwie aus einem Gebilde am Himmel erscheinen.
AntwortenLöschenFazit: Die Story ist eigentlich geklaut.
Optisch mag es wohl einiges her machen: Maschinen auf großer Leinwand sind, auch wenn Transformers ein total Fabric-Hollywood-Trash ist, immer cool und spektakulär anzuschauen. Die Charakterentwicklung ist öde und man weiß eigentlich schon 100 Jahre bevor was passieren wird.
Ich würde dem Film allenfalls eine gut gemeinte Vier geben.
Zu dem Vergleich kann ich nichts sagen, weil ich "Neon Genesis Evangelion" nicht gesehen habe. Das wollte ich spätestens seit Pacific Rim nachholen, aber es gibt leider keine vernünftige DVD Box davon.
AntwortenLöschenH.